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Swakopmund - Die schöne Stadt am Meer

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes in Swakopmund unternahmen wir einen Ausflug zu der botanischen Sensation in Namibia, der Welwitschia mirabilis. Der gleichnamige Trail führt vorbei an der Mondlandschaft, uralten Flechten und endet am ältesten und größte Welwitschia-Exemplar mitten in der Wüste. Diese monsterhaft anmutende ca. 1500 Jahre alte Pflanze ist eingezäunt, da Bodenverdichtung die empfindlichen Wurzeln schädigen würde.

Die Welwitschias sind durch Ihr Alter (1000 bis 2000 Jahre) auch als lebende Fossilien bekannt und wurden nach Ihrem Entdecker, den österreichischen Botaniker Dr. Welwitsch benannt. Sie bestehen ursprünglich aus 2 Blättern, welche im Laufe der Jahre durch den Wind in mehrere Teile zerfranst werden. Man findet die Welwitschias, von denen es männliche und weibliche Exemplare gibt, weit über die Ebene verteilt, auf beiden Seiten der Straße. Für den Trail benötigt man ungefähr einen halben, mit abschließenden Abstecher zur Blutkuppe einen ganzen Tag.

(Weitere interessante Informationen zur W.m. finden Sie in dem Artikel "Mit Tricks alt werden" unter NZZ Format)

Den Nachmittag verbrachten wir in Swakopmund in der Nähe unserer Unterkunft, der Beach Lodge am Strand. Aufgrund der heißen Ostwinde luden 33°C zum Sonnen und Baden ein. Das Baden im Meer ist allerdings nur etwas für hartgesottene Naturen. Das dunkelgrüne Meerwasser riecht nach Fisch und ist sehr kalt (ca. 17°C). Überall liegen scharfkantige Muscheln herum, im Wasser schwimmen riesige Schlauchalgen. Dazu kommen die hohen Wellen, die den Sand aufwühlen und einen in die kalten Fluten ziehen. Unter diesen Umständen habe ich mich nur bis zum Bauch ins Wasser getraut. Angler kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Benguela-Strom transportiert kaltes und nährstoffreiches Wasser in den Küstenbereich und ist damit Grundlage für den großen Fischreichtum an Namibias Küsten.

Dementsprechend liegt der Schwerpunkt in den Restaurants ebenso wie in Lüderitz auf Fisch und Meeresfrüchten. Das "Strand" in der Nähe der Landungsbrücke Jetty ist besonders zu empfehlen. Am Wochenende ist es sehr gut besucht und eine Vorreservierung empfehlenswert. Gut speisen kann man auch in der "Kupferpfanne". Die Speisekarte bietet alles was das Herz begehrt, vom deutschen Eisbein über afrikanische Wildspezialitäten bis zu diversen Fischgerichten.

Ein Stadtbummel durch Swakompund lässt die deutsche Vergangenheit Namibias, besonders in Anbetracht der Werbeplakate für den Karneval (auf denen auch noch ein Gastredner aus Köln angekündigt wurde) sehr lebendig werden. Sehenswert sind das prächtige Hohenzollernhaus im Jugendstil, das Woermannhaus mit Turm, das Alte Amtsgericht, das Lazaret Prinzessin Ruprechts Heim und der Alten Bahnhof, heute ein 4* Hotel. Den Schlüssel zum Turm des Woermannhauses bekommt man im angrenzenden Souveniershop "Jetty". Von oben bietet sich ein schöner Rundblick über Stadt und Meer.

Weniger sehenswert ist das Aquarium. Es ist relativ teuer und besteht im wesentlichem aus einem großen Rundbecken. Vor dem Aquarium tummeln sich ein paar aufdringliche Souvenierverkäufer, was in Namibia eher selten ist. Interessant ist die Reptilienfarm etwas außerhalb vom Zentrum. Sie ist zwar auch nicht übermäßig groß, bietet aber einen Einblick in den Teil der Tierwelt, welcher einem sonst verborgen bleibt. Zu sehen sind verschiedene Schlangen, die "Wüstendrachen" (Chameleons), Schildkröten und Warane.

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