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Reiseinformationen
Wetter/Klima
Wir waren im Südafrikanischen Winter unterwegs und entsprechend kalt war es auch. Der Ausdruck "Winter" ist zwar gemessen an
den Temperaturen etwas übertrieben, aber 0°C sind nachts zu dieser Jahreszeit durchaus keine Seltenheit. Am kältesten sind die
Regionen Waterberg, Windhoek (da es auf einem 2000 m hohem Plateau liegt) sowie der Fish River Canon im Süden. Da aber in
Namibia tagsüber kein Wölkchen den Himmel trübt, wird die Luft durch die Sonnenstrahlung auf ca. 20 bis 25°C erwärmt, was meiner
Meinung nach eine ideale Reisetemperatur darstellt.
Sehr heiß war es dagegen in der Region Swakopmund. Wir hatten tagsüber bis 35°C im Schatten und konnten sogar am Strand liegen
und Baden gehen! Der Grund für diese hohen Temperaturen sind heiße Ostwinde vom Landesinnern. Über dem Hochplateau von Windhoek
ist die Luft sehr kalt und sinkt nach unten. In der Namibwüste ist es auch im Winter recht heiß, die Luft steigt also nach oben,
wodurch eine Luftzirkulation mit dem Hinterland entsteht und die heisse Namibluft bis an die Küste vordringt.
Kleidung/Wäscherei
Aufgrund der oben beschriebenen Temperaturen ist die Mitnahme von sowohl wärmerer, als auch leichterer Kleidung empfehlenswert.
Hochsommerliche Sachen wie Sandalen, Spagettiträgerhemden etc. können zu Hause gelassen werden. Festes Schuhwerk sollte man
aufgrund der im Gelände vorhandenen Giftschlangen sowieso anhaben. Falls man vorhat zu dieser Jahreszeit zu Campen, wäre
sogar ein dicker Anorak empfehlenswert - es wird abends wirklich empfindlich kalt. In verschiedenen Lodges gibt es einen
Reinigungsservice, allerdings sollte man dann länger als einen Tag bleiben.
Tanken
Da das Land vor alles im Süden sehr dünn besiedelt ist, ist es sinnvoll immer die Tankanzeige im Auge zu behalten. Besonders
auf der Strecke Keetmansshoop, Lüderitz, Namib lohnt es sich bei jeder Gelegenheit zu Tanken. Die Versorgung mit Diesel ist
noch etwas kritischer als mit Benzin, hier sind eventuell Kanister mitzunehmen. Bezahlt wird in der Regel mit Bargeld.
Geld
Wir haben etwas Geld am Flughafen umgetauscht, auf dem weiteren Verlauf unserer Reise viel mit EC- oder Kreditkarte abgehoben.
Hotelübernachtungen und Restaurants werden häufig mit Kreditkarte bezahlt. Es ist wichtig immer genügend Bargeld dabeizuhaben.
Im Süden werden die Banken und Automaten seltener und auf das Plastikgeld kann man sich einfach nicht verlassen. Wie erwähnt,
wird beim Tanken bis auf wenige Ausnahmen immer mit Bargeld bezahlt.
Lebensmittel einkaufen
Wenn man einen Kühlschrank mit im Auto hat, ist der Lebensmitteleinkauf überhaupt kein Problem. Auch hier gilt dasselbe wie
beim Tanken, im Norden ist die Versorgung gut, im Süden kann es schon mal eng werden (mit frischen Sachen). In den größeren
Städten gibt es überall gut sortierte Supermärkte nach europäischem Vorbild. Selbst auf deutsche Backwaren (wie z.B.
Schweinsohren) muss man nicht verzichten. Die Preise für Lebensmittel sind günstiger als bei uns. Es gibt überall frisches
eingelegtes Grillfleisch. Dieses sollte aber auch im Kühlschrank nicht länger als einen Tag aufbewahrt werden.
Im Restaurant
Besonders viel Einkaufen muss man eigentlich gar nicht. Das Essen im Land ist hervorragend und vergleichsweise günstig. Viele
Lodges bieten auch Halbpension an, obwohl die Gerichte im Restaurant meist noch besser sind. Empfehlenswert an der Küste sind
Fischrestaurants, ansonsten diverse Grillgerichte von Strauss (Ostrich), Kudu, Gemsbock und Springbock.
Es ist schon makaber: Tagsüber fotografiert und beobachtet man die Tiere und abends liegen sie dann als saftiges Steak auf dem
Teller!
Einmal haben wir auch Krokodil probiert - man kann es sich sparen. Es ist so eine Art Zwischending zwischen Huhn und Fisch
und schmeckt eigentlich nach gar nichts. Lodges mit sehr guten Restaurants waren die Sossusvlei Lodge und Rostock Ritz.
Die Sossusvlei Lodge bietet für einen
Pauschalpreis ein sehr reichhaltiges und abwechslungsreiches Buffet. Man sitzt auf der Terrasse mit Blick auf das Wasserloch.
Wenn man Glück oder Pech hat läuft gerade das vorüber, was auf dem Teller liegt.
Die Rostock Ritz wird von einem ehemaligen, deutsch-sprechenden Restaurantbesitzer geleitet. Entsprechend gut ist dort
das Essen - besonders die Steaks oder die gebackenen Austern sind empfehlenswert und die Portionen riesig.
Lodges
Bucht man sich in die teilweise recht teueren Lodges nur für eine Nacht ein, sollte die Ankunft bis spätestens 15 Uhr eingeplant werden.
Oft werden Farmrundfahrten über das Gelände angeboten und es bietet sich die Möglichkeit den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Im
Dunkeln sollte man den Wagen sowieso stehen lassen, denn...
Schotterpisten
..das Fahren auf den unbefestigten Strassen ist auch tagsüber gefährlich genug. Den Hinweisen für Geschwindigkeitsbegrenzungen
bis 70/80 km/h muss unbedingt Folge geleistet werden. Selbst in der kurzen Zeit, wo wir dort waren, kamen einige Leute bei
Verkehrsunfällen ums Leben. Die Schotterpisten verführen zum Rasen, da sie recht leer sind und oft schnurgerade aus gehen.
Man fährt aber auf dem Schotter wie auf Schnee. Ist die Geschwindigkeit zu hoch und man muss bremsen und/oder lenken gerät
der Wagen außer Kontrolle. Besonders gefährdet sind natürlich die Pickups durch Ihr nach oben verlagertes Gewicht.
In den Städten
Keine Angst vor den Städten! Es stehen überall Parkwächter herum, die gegen ein kleines Trinkgeld den Wagen bewachen. Wir
sind nie auch nur annähernd in eine unangenehme oder gar gefährliche Situation geraten. Nachts und mit fettem Schmuck muss
man aber auch nicht auf der Strasse rumlaufen - die Leute dort sind trotz allem z.T. sehr arm.
Souveniers
Gute Gelegenheiten zum Souveniereinkaufen bieten sich in:
- Swakopmund Nähe "Altes Amtsgericht"
- Okahandia (Ortsein- und -ausgang)
- Windhoek (Craft Center)
Es wird natürlich gehandelt, aber längst nicht so aggressiv, wie man es aus Nordafrika gewohnt ist. Ihre
gekauften Giraffen sollten Sie gut verpacken lassen. Sie werden am Flughafenschalter in Empfang genommen
und verbringen den Flug separat in Begleitung vieler anderer Giraffen.
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