Naukluft Park
Das Naukluft Gebirge mit seinen schroffen Felsmassiven und tief eingeschnittenen Flusstälern erhebt sich rund 1000 Meter über
die Umgebung und schließt östlich an die Namib an. Die höchsten Erbebungen erreichen knapp 2000 m. Die Berge sind ein
Wanderparadies. Es gibt sehr anspruchsvolle aber auch leichte Wandermöglichkeiten.
Die Zufahrt zum Naukluftpark erfolgt über die D850 vorbei am Abzweig zum Tsauchab River Camp. Der Zutritt erfolgt über ein Tor,
welches ständig geöffnet ist, Eintritt wird nicht verlangt. Wie überall, wird auch hier darauf hingewiesen den Park nicht vor
Sonnenauf- und nicht nach Sonnenuntergang zu betreten. Nach dem Eingangstor geht es auf einer kleinen kurvenreichen Straße in
die Berge hinein. Das Naukluft-Gebirge ist für seine hervorragenden Wandermöglichkeiten bekannt und damit eine willkommene
Abwechslung nach der langen Sitzerei im Auto. Im Park gibt es 3 gut ausgeschilderte ein- bis mehrtägige Rundwege als auch
kleinere Trails in den Nationalpark-Camps. Eintägige Rundwanderungen sind mit 4 ½ Stunden der Olive-Trail bzw. mit 5 ½ Stunden
der Waterkloof Trail.
Für den Olive-Trail biegt man rechts von der Fahrstraße ab und stellt das Auto wenige Meter weiter auf
einem kleinen Parkplatz ab. Am anderen Straßenrand beginnt bereits der Weg. Die erste Stunde geht es relative steil den Berg
hinauf bis man einen Kamm überquert. Von dort führt der Weg in eine trockene, zunehmend tiefer eingeschnittene Schlucht hinein.
Dieser Bereich ist der Lebensraum des Klippspringers, welcher sich hin und wieder am oberen Felsrand in sicherer Entfernung blicken lässt.
Trotz des wenigen Wassers gibt es einiges an Vegetation. Das Grün von Euphorbien, Sheephard Trees und diversen Rankpflanzen gibt
zusammen mit dem rot-braunen Sandstein einen besonders schönen Kontrast in der namibischen Wintersonne.
Am Ende der Tour gab es noch eine kleine Kletterpassage entlang befestigter Seile zu bewältigen. Mit kleineren Kindern ist die
Tour deshalb nicht zu empfehlen.
Neben den Tagestouren gibt es noch einen 3-tägigen Rundweg, der vorher angemeldet werden muss. Da es auch auf dieser Tour
unterwegs kein Wasser gibt, müssen neben der Verpflegung sämtliche Getränke mitgenommen werden, was die Durchführung
relativ schwierig macht. Auf jeden Fall ist festes Schuhwerk angesagt, da es angeblich viele Schlangen im Gelände geben soll -
wir sind (leider) keiner einzigen begegnet.
Als Übernachtungsmöglichkeit für den Naukluft Park bieten sich an die Büllsport Guestfarm (Hier waren wir nicht vor Ort und
können somit über die Qualität der Unterkunft keine Aussage machen), das Tsauchab River Camp, in etwas Entfernung das
Betesda Restcamp sowie die staatlichen Camps im Park. Vom Betesda Restcamp kann man beides, Naukluft Park und Sossusvlei, recht gut
erreichen. Die staatlichen Camps von denen es mehrer Stück im Park gibt, sollen landschaftlich sehr schön gelegen sein,
allerdings gibt es keine Ausstattung (kein Wasser, Essen nur Brennholz).
Das im Flussbett des Tsauchab River gelegene gleichnamige Camp bietet sich noch am ehesten als Übernachtungsplatz für Camper an.
Es gibt 2 Plätze, einmal den Hauptplatz am Farmhaus sowie den Platz an der Quelle. (Achtung! Nicht über die Quelle anfahren,
der Weg ist nur für 4x4 Fahrzeuge oder für Fahrzeuge mit Bodenfreiheit geeignet.) Das Gelände an der Quelle wird hauptsächlich
an vorangemeldete Gruppen vergeben. Die Quelle, die selbst in der Trockenheit noch Wasser führt, ist ein guter Platz zur
Vogelbeobachtung. Ausserdem startet hier eine Wanderung über das Farmgelände. Da wir nachmittags noch etwas Zeit hatten, begaben wir uns
auf den "Moikloof-Trail". Diese Wanderung führt durch eine Schlucht mit markierten Punkten und endet mit Blick über das Tal
des Tsauchab Rivers. Auch andere Wander- und 4x4-Touren sind möglich. Eine "Wanderkarte" (in Namibia meistens ein handgemalter,
kopierter Zettel) ist im Farmhaus erhältlich.
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