Lodges & Camping
Während unseres 3-wöchigen Urlaubs haben wir insgesamt 5x gecampt, die restlichen Übernachtungen in
Lodges und in den Bungalows der staatlichen Unterkünfte verbracht. Mit Ausnahme der Camps Namutoni
und Halali im Etosha NP können die Unterkünfte als gut bis sehr gut eingestuft werden. Die Zimmer in
Lodges und Guestfarmen sind oftmals landestypisch, vermischt mit europäischer Tradition und sehr
liebevoll im Detail eingerichtet. Größere Unterschiede gibt es dagegen bei der Verpflegung. Da
sich häufig keine Restaurant in der Nähe befindet, ist man auf die Halbpension der Häuser angewiesen
und diese fällt sehr unterschiedlich aus. Vom mehrgängigen Buffet bis zum Essen al la Einheitsbrei ist
alles vorhanden, wobei der Preis nicht unbedingt immer eine Rolle spielt.
Auf Campingplätzen wurde (zumindest die wir besucht haben) saubere Toiletten, warme Duschen und
Grillmöglichkeiten geboten. Das Wasser zum Duschen wird oft erst am Abend in einem Feuerofen erhitzt.
Da die entlegenen Gegenden nicht immer über Stromanschluss verfügen, nerven manchmal laute
Dieselgeneratoren die Nacht über. Die Campingplätze Kosten i.d.R. um die 200,-Nam$ pro Nacht und
sind oft landschaftlich reizvoll gelegen.
Eine Vorbuchung der Campingplätze ist an sehr überlaufenen Stellen, wie z.B. im Etosha Park auf
jedem Fall zu empfehlen. Bei den Häusern auf Privatfarmen ist es davon abhängig wie flexibel man
(auch im Portemonnaie) ist. Bei den Häusern gilt der Spruch: Irgendetwas findet sich
immer.
Kurze Beschreibung unserer Unterkünfte im Routenverlauf:
Hardap Staudamm
- landschaftlich nichts übermäßig besonderes, daher nur Übernachtstopp
- preiswerte und gute Economy-Bungalows, direkt am Stausee
Campingplatz am Köcherbaumwald (Quivertree Forest Camp)
- direkt am Eingang zum Köcherbaumwald, gehört mit zum Farmgelände
- günstig, wenn man im Morgenlicht fotografieren möchte
- 2 Geparden im Gehege
Pension Waterkant - Lüderitz
- nettes älteres Ehepaar (deutschstämmig)
- vermittelt Touren auf dem Segelschiff Sedina
- relativ preiswert (ca. 300,- Nam$ pp)
Betta Campsite
- nur Übernachtungsstopp
- jeder Platz hat einen "Aussichtsturm" auf die umgebende Savanne
- Dieselgenerator läuft nachts über
Tsauchab River Camp
- hübsch gestalteter Platz
- wenn nicht viel los ist, bekommt man eigenes Toiletten-/Duschhäuschen
- die einzelnen Campingplätze sind so groß, dass man vom Nachbarn weder etwas hört noch sieht
- im Flussbett des Tsauchab River gelegen
- relativ teuer 400,- Nam$/Nacht, angebotene Grill- und Lunchpakete klein und überteuert
- guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Naukluftpark
Betesda Restcamp
- Campingplätze sahen nicht sehr einladend aus
- Zimmer und Essen sehr gut, gutes Preis-/Leistungsverhältnis
- Ausgangspunkt für Fahrten nach Sesriem
- Alternative zu (dreckigem) Campinplatz in Sesriem und (teurer) Sossusvlei Lodge
Campingplatz Sesriem
- absoluter Nepp, Leute unfreundlich
- Campingplätze waren auch in der Nebensaison komplett von Overlandern ausgebucht
- angebotene Alternative: Dreck-Platz neben Tankstelle und Dieselgenerator zum gleichen Preis wie normaler Campingplatz
- wer es sich irgendwie leisten kann, sollte in die Sossusvlei Lodge gehen --> Lodge in Form eines Beduinenzeltes --> wunderschön, romantisch aber teuer
Rostock Ritz Lodge
- liegt auf dem Weg von Sesriem nach Swakopmund
- schönes weitläufiges Farmgelände in der Nähe der Rotstockberge, traumhafter Ausblick von Terrasse und Pool
- Farmrundfahrten empfehlenswert
- hervorragende Küche
Beach Lodge in Swakopmund
- beste Lodge auf der gesamten Reise, vom Schlafzimmer Blick aufs Meer
- liegt etwas außerhalb von Swakopmund direkt am Strand
- schöne Strandspaziergänge möglich
- war trotz Nebensaison relativ ausgebucht
Ugab Wilderness Camp
- schönster Campingplatz auf der gesamten Reise
- wildromantisch im Flusstal des Ugab River gelegen
Khorixas Lodge
- absolute nicht zu empfehlen
- Zimmer zwar gut, aber im Restaurant sehr schlechter Service
- direkt an der Strasse gelegen, nachts zu laut
- besser die fast doppelt so teure Vingerklip Lodge nehmen oder gleich Campen
Gepardenfarm Otjitotongwe
- klein aber fein!
- sehr freundliche Lodgebesitzer
- nette kleine Bungalows mitten im Busch bei Kamanjab gelegen
- hautnahe Begegnung mit Geparden etwas ganz besonderes
Etosha Park (Camps Okaukuejo, Halali, Namutoni)
- sehr überlaufen
- die Qualität der Innenaustattung lässt besonders in Namutoni zu wünschen übrig
- einfach und z.T. heruntergekommen
- Essen in den Camp-Restaurants eher mittelmässig
Waterberg Plateau Park - Bernabe de la Bat Restcamp
- sehr schöne große Standardbungalows, direkt am Hang gelegen
- Bungalows müssen immer abgeschlossen sein, da sich sonst Paviane über das Essen hermachen
- weitere Haustiere auf die man gefasst sein muss: fette, schwarze Spinnen!
Düsternbrook Guestfarm
- macht Werbung für Leoparden, wenn man die 2-3 Leoparden in den Gehegen sieht, ist man enttäuscht
- Essen sehr schlecht
- Gamedrive war okay, insgesamt aber zu teuer
Swiss Chalets - Windhoek
- Besitzer nettes vor einiger Zeit aus Deutschland ausgewandertes Pärchen
- ideal als Übernachtungsstopp, da direkt an der Strasse zum Flughafen gelegen
- einfach, aber für den Preis absolut okay
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