Köcherbaumwald - Giant's Playground
Der Köcherbaum - oder "Kokerboom" in Afrikaans - ist besonders im heissen und trockenen Süden Namibias heimisch.
Die bis zu neun Meter hohen Gewächse sind Sukkulenten. Sie passen sich an die extremen Umweltbedingungen an, indem
sie in ihrem Stamm Wasser speichern. Ihre Standorte haben Sie vorzugsweise auf steinig hügeligen Boden - dort wo nichts anderes
mehr wächst. Köcherbäume blühen erstmals nach 20 bis 30 Jahren und können bis zu 300 Jahre alt werden.
Der Köcherbaumwald ist weniger ein Wald als vielmehr ein Hain dieser wunderbar skurillen Gewächse und befindet
sich auf dem Farmgelände des angrenzenden Campingplatz "
Quivertree Forest Camp".
Da wir abens erst relativ spät angekommen waren, hatten wir nur noch wenige Minuten Zeit ein paar Fotos zu schießen, bevor die Sonne
unterging. Nach einer langen kalten Nacht mussten wir am nächsten Tag frühzeitig aufstehen, um das Morgenlicht für
Schnappschüsse zu verwenden. Der Sonnenaufgang hat zum Fotografieren einige Vorteile. Es waren weniger Menschen im "Wald"
als am Abend und das aufgehende Sonnenlicht lässt die Bäume oder besser Aloen in einem besonderen Licht erscheinen. Wir haben
dann insgesamt ca. 2 Filme verschossen, von denen die meisten auch etwas geworden sind. Wenn man qualitätiv höherwertige
Fotoergebnisse erzielen möchte, lohnt auf jeden Fall ein Stativ.
Noch bevor wir gefrühstückt hatten, fuhren wir weiter zu dem 5 km entfernten Giant's Playground. Hier stapeln sich riesige
Sandsteinblöcke kreuz und quer durcheinander und es sieht aus, als ob eine Riese damit gespielt hätte. Es gibt einen
markierten Rundweg, der aber mehr einem Irrgarten gleicht. Wir fanden den Ausgang nicht gleich und irrten eine Weile
im Kreise herum, immer an denselben Stellen vorbei. Den markierten Weg zu verlassen und auf eigene Faust durch die
Steinblöcke zu laufen, ist nicht zu empfehlen.
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