Die Sehenswürdigkeiten bei Khorixas
Brandberg
Das Brandbergmassiv erstreckt sich auf einer Fläche von 750 km². Der Name stammt daher, dass der braune Granit beim
Sonnenauf- und -untergang rötlich aufleuchtet. Durch die relativ regelmäßigen Niederschläge welche sich in
Felsspalten und -löchern sammeln, gibt es in diesem Gebiet eine verhältnismäßig reiche Pflanzen- und Tierwelt.
Das Brandbergmassiv ist eigentlich ein herrliches Wanderrefugium, leider ist der Zutritt zumindest vom Parkplatz
aus nur in Begleitung möglich. Nach dem Bezahlen an der Kasse bekommt man einen Guide "verpasst". Es werden
Touren von unterschiedlicher Länge angeboten. Da wir am späten Nachmittag die letzten vor Ort waren, hatte
unser Begleiter es besonders eilig. Wir hetzten entlang der Tsisab-Schlucht den Berg hinauf zur berühmten
"White Lady" und anderen Felsmalereien. Hier gab eine kurze Erklärung und im Eiltempo ging es wieder den Berg
hinunter. Auf dem Rückweg gab es noch ein paar Erläuterungen zu Flora und Fauna in diesem Gebiet. Gesehen haben
wir von der schönen Landschaft und der Tierwelt aber kaum etwas. Eine sehr schöner Platz zum Übernachten ist
das Ugap Wilderness Camp in der Nähe.
Versteinerte Wald
Am nächsten Tag bei den Sehenswürdigkeiten von Khorixas erging es uns nicht besser. Auch am "Versteinerten Wald"
mussten wir erst bezahlen und anschließend wieder mit einem Führer die Standardroute ablaufen. Auf einem Schild
am Eingang wurde gedroht, dass eine Entwendung der versteinerten Holzklötze strafbar ist. Immerhin kann man sich
die Strafe aussuchen, entweder man zahlt 2000,- Nam§ (ca. 230,-Euro) oder sitzt ein Jahr in einem afrikanischen Gefängnis
ab! Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual.
Einige Meter weiter die Straße Richtung Twyfelfontain entlang, gibt es linker Hand noch einen zweiten nicht
offiziellen versteinerten Wald, ohne Führer und ohne Strafandrohung. Leider haben wir diesen erst zu spät
entdeckt.
Die Versteinerungen bildeten sich durch kieselsäurehaltiges Wasser, welches in die Holzzellen
einschwemmte und diese zu Stein verhärtete. Der Urzeitnadelwald entstand vor 300 Mio Jahre und wurde
wahrscheinlich durch Flüsse angeschwemmt. Einzelne kleinere Exemplare der Welwitschia mirabilis finden sich
auf dem Gelände des "offiziellen" Waldes.
Twyfelfontain
Unser nächster Stopp an diesem Tag war die Felsarena von Twyfelfontain. Twyfelfontain bedeuted soviel wie
"zweifelhafte Quelle". Die umgebenden Felsen enthalten eine der umfangreichsten Sammlung an Felsgravuren
weltweit. Am Parkplatz findet sich ein überdachter Informationstand mit Karten und Beschreibungen zu den
Sehenswürdigkeiten. Wir hatten den Weg schnell gefunden und schickten uns an die Felsarena zu erklimmen,
als wir auch schon zurückgerufen wurden. Wieder dasselbe Spiel, bezahlen und zusammen mit Guide auf den
Rundweg. (Anmerk.: Das Bezahlen ist kein Problem, da die Preise okay sind, man fühlt sich nur ständig unter Beobachtung - wie in einem Museum.)
Zu sehen gibt es Gravuren von Wildtieren in allen möglichen Konstellationen und Variationen,
wie z.B. Antilopen, Giraffen und Sträuße. Ein Höhepunkt und beliebtes Fotomotiv ist der von zahlreichen
geometrischen Formen umgebene "tanzende Kudu".
Detailliertere Ausführungen über die Höhlenmalerien und Felsgravuren am Brandberg, bei Twyfelfontain und
in vielen anderen Gebieten Namibias finden Sie unter namibia-tourism.com
Orgelpfeifen und Verbrannter Berg
Über die Orgelpfeifen (durch die Erosion freigelegte Doloritsäulen) fuhren wir weiter zum "Verbrannten Berg".
Der "Verbrannte Berg" erhielt seinen Namen von den Anhäufungen geschwärzten Kalksteins, die sich an seinem Fuß
befinden. Während des Sonnenuntergang leuchtet (lt. Reiseführer) der schwarze Kalkstein zusammen mit den
übrigen Felsen in den unterschiedlichsten Farben und es sieht aus, als ob der Berg brennen würde. Wir waren
aber bereits um 3 Uhr Nachmittag vor Ort und der "Verbrannte Berg" war nichts weiter als ein lächerlicher
Schuttkegel und so hässlich, dass es nicht mehr darauf ankam, ob er nun in der untergehenden Sonne leuchtet
oder nicht. Die meisten anderen Touristen, die mit uns ankamen, machten sich nicht einmal die Mühe aus dem
Auto auszusteigen.
Vingerklip
Den Abschluss für diesen Tag bildete ein Besuch der Vingerklip inmitten der Terassen des Ugap Tales.
Die Vingerklip ist der Rest eines Tafelberges, enstanden durch die Abfolge verschiedener geologischer
Prozesse, östlich von Khorixas. Mitten in den Terrassen befindet sich die romantisch gelegene Vingeklip Lodge.
Von hier aus hat man einen schönen Überblick über die Landschaft mit den im Abendlicht leuchtend orange
angestrahlten Felsen. Auf der Lodge bekommt man zu dieser Zeit den sogenannten Sundowner Drink ausgeschenkt
und lässt geruhsam den Tag ausklingen. Von der Lodge starten verschiedene Wanderwege u.a. zur Vingerklip.
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